JANA SCHWINDEL

KNOTENPUNKT
Papierschnitte und Collagen von Jana Schwindel


ab 14. Juli 2020 im Kappeneck



Exponentielles Wachstum, globale Krisen, die Verdichtung der Großstädte sowie die Steigerung des Massentourismus und Konsums führen zu entscheidenden Veränderungen. Die Ausstellung KNOTENPUNKT befasst sich mit dem Drang des Menschen, die Natur bezwingen zu wollen. Das Medium Papier durchdringt meine Arbeiten auf differente aber grundlegende Weise, sei es durch die Verwendung gebrauchter Kirchenführer oder Landkarten.

www.das-kappeneck.de 

shut down

Die gegenwärtige Coronapandemie führt einem die Vergänglichkeit des Seins vor Augen. Zeichnungen während des shut downs.










Asja Schubert, Terrarium, 2019

in natura – Fotografien von Asja Schubert 

in der Neuen Galerie im Höhmannhaus
bis 30. August 2020

Seit jeher versuchen die Menschen, die Natur zu bezwingen und Land für Nutzflächen zu kultivieren. Welcher Teil der Landschaft wie wir sie kennen, ist ohne Eingriffe gewachsen? Welche Flüsse wurden im Zuge der Industrialisierung nicht begradigt? Im Alltag legen wir unsere Wege zum größten Teil ungeachtet dessen zurück. Unsere Wahrnehmung hat sich an diese Lebenswelt und die oft künstlich geschaffene Illusion von Natur gewöhnt.
Die Fotografin Asja Schubert stellt das Verhältnis von Mensch und Natur in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Sie fängt mit ihrer Kamera die Momente ein, in denen der Betrachter vor Herausforderungen gestellt wird und macht sichtbar, was oftmals unsichtbar bleibt. So lassen sich Pflanzen aus Kunststoff oder leblose Tiere der Serie catch erst auf den zweiten Blick entlarven.
Die Zerstörung der Natur nimmt gegenwärtig durch Massenkonsum und Verschmutzung exponentiell zu, während unsere Suche nach dem Erhabenen in der Natur ihrer Gefährdung scheinbar diametral entgegen steht.
Asja Schubert fotografiert dabei nicht nur in Botanischen Gärten und Museen, sondern begibt sich auch an städtische Randgebiete oder verlassene Urlaubsorte. Dort dokumentiert sie die menschlichen Hinterlassenschaften, die in der Landschaft wie Artefakte von einer vergangenen und besseren Zeit zeugen.





Sarah Hendrysiak, Goldrausch, 2018



KOTOBA - Fotografien von Sarah Hendrysiak


25.10.2019–26.01.2020 im Café und im Liebertzimmer des Schaezlerpalais


Die Augsburger Fotografin Sarah Hendrysiak (*1992) konnte im vergangenen Jahr am Künstleraustausch A-Lab mit Augsburgs Partnerstadt Amagasaki teilnehmen. In Japan bekam sie die Gelegenheit einige interessante Persönlichkeiten kennenzulernen und einen intensiven Einblick in die junge Kunstszene von Amagasaki und das Leben der Menschen vor Ort zu erlangen. Ihre Eindrücke verarbeitete sie in einer Werkgruppe mit dem Schwerpunkt Selbstporträt. Die Fotografien stellen zudem eine direkte Antwort auf die in Japan wahrgenommenen Impressionen dar. KOTOBA bedeutet Wort. Durch intuitiv gewählte Worte geht Hendrysiak auf die Kultur Japans und im Speziellen auf die traditionelle Lebensweise von Samurai ein. Deren Lebensstilkonzept umfasst moralische Grundsätze wie einen starken Willen, Mut, Ehre und Selbstlosigkeit, aber auch die philosophische Lehre sowie Meditation. Die Fotografien vermögen es, dieses tradierte und zum Teil mystifizierte Vermächtnis in unsere Gegenwartskultur zu übersetzen. Dank der Kooperation zwischen den Kunstsammlungen und Museen Augsburg und dem Kulturamt kann die Werkgruppe nun im Schaezlerpalais präsentiert werden. Sarah Hendrysiak schloss 2015 ein Studium der Fotografie an der Höheren Graphischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt in Wien mit Diplom ab. Derzeit studiert sie darauf aufbauend Kommunikationsdesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.